Elternprojekt der Intensivkurse


Begrüßungsfest (2.9.2000)

Unser Begrüßungsfest stand unter dem Motto “Ihr sprecht nicht unsere Sprache, aber ihr seht mit uns, ihr fühlt mit uns, ihr hört mit uns”. Diesem Motto gemäß führten die Schüler zunächst ein kleines Singspiel vor, in dem viele Nationen musikalisch begrüßt wurden.
Dem schloss sich eine rhythmisch-musikalische Einstimmung an, die keiner Worte bedurfte, um die Anwesenden (Eltern, Schüler, Lehrer) “taktvoll” zueinander zu führen.
Die Eltern beschenkten uns mit köstlichen Speisen, die sie zubereitet und mitgebracht hatten, und unser obengenanntes Motto konnten wir fröhlich auf “wir lassen es uns zusammen schmecken und gut gehen” erweitern.

Auch Frau Schwarz vom Ausländer-Beratungs-Zentrum und Frau Dr. Blum vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main hatten uns besucht. Leider war das Wetter weniger fröhlich als unsere Stimmung, so dass viele der draußen geplanten Spiele ausfallen mussten und der Geschicklichkeitsparcours gar nicht erst richtig aufgebaut werden konnte.

Trotzdem - ein gelungener Anfang des neuen Schuljahres für unsere weitgereisten Neuankömmlinge.

1. Elternabend (31.10.2000)

Den ersten Elternabend gestalteten Eltern und Lehrer des IKA und des IKB gemeinsam.

Den Eltern wurden die Strukturen des deutschen Schulsystems vorgestellt. Aus beiden Kursen wurde je ein Elternvertreter für den Schulelternbeirat gewählt.

Die Erfahrungen dieses Elternabends veranlassten uns, auch die weiteren Elternabende gemeinsam zu planen und durchzuführen. Die Eltern haben oft ähnliche Fragen, Probleme und Sorgen. Diese können sie besser äußern, wenn der Kreis etwas größer ist und beispielsweise ein Landsmann, der schon besser Deutsch spricht, beim Übersetzen der Fragen behilflich sein kann. 

2. Elternabend (11.12.2000)

Hauptthema war der Englischunterricht in den Intensiv-Kursen.
Eltern, Lehrer und Schüler wünschen sich Englischunterricht in den Intensivkursen. Trotzdem stand die Frage im Raum: Englischunterricht auch dann, wenn das Kind (noch) so schwach ist, dass es mit dem Deutschunterricht überfordert ist?
Dieser Frage haben wir uns eingehend gewidmet. Pädagogisches Resultat:

Wir bieten zusätzlich zum regulären Deutschunterricht Deutsch-Förderkurse an. Für Schüler und Schülerinnen, die den Deutsch-Förderkurs wählen, entfällt zunächst der Englischunterricht. Hat der Schüler/die Schülerin soviel Sicherheit gewonnen, dass ihm/ihr eine weitere Fremdsprache zugemutet werden kann, setzt der Englischunterricht (wieder) ein.

3. Elternabend (29.1.2001)

Thema: "Aller Anfang ist schwer."
Zusammen mit den Eltern sahen wir uns den Film "Aller Anfang ist schwer" an. 
Der Film wurde im Rahmen des EU-Projekts von Sabine Hofmann in Zusammenarbeit mit dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten und dem Staatlichen Schulamt der Stadt Frankfurt am Main produziert.
Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass die Eltern sehr betroffen waren von den dargestellten Familien und ihren Biographien. Vieles wollten die Eltern zwar äußern, konnten es aber aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse nicht.
Manche Verbitterung konnte aber ausgesprochen werden, wie z.B. "Wer hat schon zufällig einen Bekannten bei der Ausländerbehörde, der einem hilft?" Oder: "Warum hängt nicht überall ein Schild mit der Adresse vom Ausländer- Beratungs-Zentrum?"
Wir meinen, es ist nötig, diesen Film bald in die Sprachen zu übersetzen, die möglichst viele Eltern verstehen können.

4. Elternabend (6.2.2001)

Der Elternabend war hauptsächlich für die Eltern und Schüler des IKA-Kurses (und der 9. Klasse) gedacht und beschäftigte sich mit dem Thema: "Hauptschule - was dann?"
Ein Kollege der Elly-Heuss-Knapp Schule sowie Kollegen der Friedrich-Stoltze-Schule schilderten den Eltern die weiteren Möglichkeiten, die die Schüler nach dem Hauptschulabschluss haben. Viele unserer ehemaligen IK-Schüler haben in der Elly-Heuss-Knapp Schule ein neues Zuhause gefunden, weil diese Schule ein Berufsgrundbildungsjahr und ein Berufsvorbereitungsjahr anbietet, die besonders auf die Seiteneinsteiger zugeschnitten sind.
Grundsätzlich finden unsere Elternabende in unserem Schülercafé statt. Um Kaffee, Tee und kleine Naschereien kümmern sich die Kollegen.

M. Schmitt-Klöpfer

 

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Friedrich-Stoltze-Schule - Frankfurt am Main - Letzte Aktualisierung 26.07.03